Salzwasser gefriert im Gegensatz zu Süßwasser viel seltener. Denn während Süßwasser einen Gefrierpunkt von 0 Grad hat, beginnt es durch die Hinzugabe von Salz erst bei niedrigeren Temperaturen zu gefrieren. Süsswasserseen können also schon bei 0 Grad beginnen eine feste Oberfläche bilden, je salziger das Wasser also ist, desto niedriger muss auch die Außentemperatur sein. Meerwasser gefriert erst ab –2 Grad, das hängt ganz vom Salzgehalt ab.
Der Salzgehalt an der Ostseeküste von Schleswig-Holsteins liegt bei rund 1,5 bis 1,8 Prozent. Je weiter man nach Osten kommt um so geringer wird er.
Zum Vergleich: Die Nordsee hat einen Salzgehalt von 3,5 Prozent.
Hinzu kommt, dass das Meerwasser nicht stillsteht. Auch wenn an der Ostsee die Gezeiten nur sehr schwach sind, ist das Wasser immer in Bewegung, wodurch ein Gefrieren der Eisfläche zusätzlich verhindert wird.
