Neue Brille? (die 2te)

Nachdem es jetzt fast 4 Monate her war, siehe hier, waren wir heute wieder in der großen Stadt, in der breiten Straße bei dem Optiker, der den Namen des römischen Gottes des Lichts trägt.

Meine Augenärztin war im Dezember jedenfalls über die Aussage (nur noch 80% Sehkraft auf einem Auge) verwundert und konnte mir glaubhaft versichern, das alles in Ordnung sei.

Wir ließen noch ein wenig Zeit verstreichen, unser geplater Urlaub in Dänemark stand an und Besuche der Familie in Niedersachsen waren ebendso geplant, dann kam die Vorweihnachtszeit und auch jede Menge Trubel im Land bzgl. Corona.

Heute also wollten wir es in Ruhe angehen und eine neue Brille kaufen. Die gemessenen Werte sollten ja im Computer gespeichert werden, damit sie jetzt verfügbar sind. Wir betraten das Ladengeschäft und waren so ziemlich die einzigsten Kunden.

Es bediente uns eine Dame die schwer verständlich war. Einmal bedingt durch die Schutzmaske und durch ihrem asiatischem Akzent war es leider nicht so ganz einfach. Inzwischen waren weitere Kunden eingetreten und die Lautstärke im Geschäft stieg. Die Verständigung wurde noch komplizierter. Tja, die gemessenen Werte gespeichert, denkst aber nur, nichts war gespeichert. Also muss ein neuer Sehtest gemacht werden. Das aber geht jetzt nicht, da nur eine Person anwesend war die dieses hätte durchführen könnte. Ende vom Lied: wir waren umsonst erschienen.

Fazit: Ich möchte doch Anfang Februar zu einem neuen Sehtest erscheinen….. Es tut mir leid, aber ich war so geplättet das ich bestimmt nicht mehr in die große Stadt zu irgendeinen Optiker fahren werde.

Ein Anruf bei dem Optiker, der auch meine jetzige Brille erstellt hat, bekam ich einen Termin für übermorgen und werde den mit Freunden wahrnehmen.

Ich nutze ab jetzt lieber den kleinen örtlichen Optiker auf dem platten Land. Auch wenn ich dann etwas mehr bezahlen muss.

Jahreswechsel in DK

Tja, wir sind tatsächlich geflüchtet. Unsere Tochter nebst Mann und Hund haben uns für „ein paar Tage“ nach Dänemark eingeladen.

Sie sind Mitte Dezember für 3 Wochen im hohen Norden gefahren, sprich kurz unter der Kleinstadt „Skagen“, noch genauer gesagt in dem Ort „Hulsig“ in einem Ferienhaus. Also machen wir uns auf den Weg gen Norden, Dienstag morgen gegen 8:30 Uhr war Abfahrt und gegen 14:00 Uhr sind wir dort ankommen.

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Es war schon ein Ritt, ausser zwei Pausen sind wir quasie durchgefahren. Es war aber wie „umschalten“, nach passieren der Grenze (A7/E45) war es auf einmal alles viel ruhiger, kaum LKW´s und nur vereinzelt Deutsche Touristen unterwegs, auch die innere Ruhe machte sich breit. Ab Kolding ging dann das deutsche Radio nicht mehr und die Suche nach einem passenden dänischen Sender begann…… Egal unser Auto schnurrte mit Tempo 120 km/h gen Norden. Aarhus, Randers und Aalborg passieren und dann weiter auf der E39 Richtung Hirtshals. Der Verkehr wurde immer weniger, kurz hinter Aalborg dann die ersten beiden „Politi“ im Einsatzfahrzeug auf unserer Spur. Kreisverkehr rechts ab und in Tverstedt haben wir dann unser Auto getankt. Die Preise sind mit den deutschen vergleichbar.

Nach dem Eintreffen wurden ersteinmal die Betten bezogen und das mitgebrachte Feuerholz, gute Buche, entladen. Hinsetzten gedanken austauschen, Tasse Kaffee und ein Stück dänischer Kuchen, hach angekommen.

Am Strand angespülte kleine Schlangenseesterne wurden natürlich wieder dem Meer übegeben.

Am nächsten Tag sind wir dann erstmal an den Strand, also eine kleine Runde gedreht. Dort haben wir dann auch den obigen Fund gemacht. Ansonsten war dieser Strandabschnitt sehr steril also keine „dolle“ Beute zu verzeichnen.

kleine Runde zum Ostseestrand.
Blickrichtung Südost…

Tja dann kamen im loser Folge das Wikingermuseum „Lindholm Høje“ in der Nähe von Aalborg, leider „lukked“ wegen Corona. Der Friedhof war aber ein Erlebnis. Die Grabstätten sind wie Schiffe geformt und je größer die Schiffe je reicher der Verstorbene. Es ist schon toll einen Archäologen zum Schwiegersohn zu haben. Dann ging es rüber an die Nordsee Slettestrand und Hirtshals, hier gab es dann die „obligatorische“ Fischfrikadelle aus der „gammle Røgerie“. Leider war die Sicht durch hartnäckigen Nebel versperrt. Rückfahrt durch Nebelbänke mit Sicht bis 50 meter, störte aber einige Dänen nicht. Was ein Ritt – Danke nochmal dafür Sven.

reicher Wikinger
nicht so reicher Wikinger

Es ging auch nach Grenen, das ist dort wo die Nordsee die Ostsee küsst. Es ist schon ein tolles gefühl hier zu stehen. Es war allerdings auch kalt, nass und windig. Typisch dänisch halt.

Tja, den Jahreswechsel haben wir dann mit Jomfruhummer, Pellkartoffeln und Quark genossen. Den Preis verraten ich nicht aber alle sind mehr als satt geworden.

Kaisergranat
kann los gehen….

Es wurde bei uns nicht geknallt dafür sind die Frauen um Mitternacht nach alterdänischer Sitte, vom Stuhl gesprungen – mit einem Glas Sekt in der einen und einem Stück Kransekake in der anderen Hand.

Kransekake, selbstgemacht.

Wir Männer haben beschlossen diesem Ritual nicht zu folgen, die Stühle hätten uns wohl nicht getragen. Prost Neujahr.

Neujahr sind wir dann noch ein wenig rumgekommen, St Laurenti (die versandete Kirche), geocachen und erholen….

Wegweiser
der eingesandete Kirchturm
karge Kost für die Rehe, Flechten
Geocache
Kunst im Hafen Skagen
Grinsefisch?
Leuchtturm Skagen

Unsere Rückfahrt war dann am Sonntag den 2.Januar. Das war eine schlechte Wahl, wir hätten bis Montag warten sollen. Je weiter wir nach Süden kamen um so dichter war der Verkehr. Dann wurde das Rennen wieder eröffnet, pünklich bei Grenzübergang ging es wieder frei nach dem Motto “ erst Ich und dann noch einmal Ich, dann erst die anderen“. Es wurde mal wieder gedrängelt ohne Ende. Die Quittung kam dann mit Stau und zähfließenden Verkehr auf der A7. Wir waren froh als wir die Ausfahrt Neumünster Süd erreicht hatten und die BAB verlassen konnten. Auch hier noch einmal an Drea und Sven :

Danke das wir da sein durften.

Es bleibt aber die Frage: wann dürfen wir wieder nach Dänemark?